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2021

Shadowbanning – was ist das und wer ist betroffen?

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10.12.2021

Der eine oder andere Account auf Instagram, Twitter und Reddit hat schon Bekanntschaft mit ihm gemacht: dem Shadowban. Laut Instagram ist er dort aber keine offizielle Praxis. Was steckt dahinter, wie zieht man ihn auf sich und was kann man tun?

Sinn der Shadowbans ist, die jeweiligen Nutzer stumm zu schalten ohne dass sie sich zur Umgehung des Banns sofort einen neuen Account zulegen.

Einschränkung einzelner Inhalte

Ein Shadowban oder Shadowbanning, zu Deutsch Schattenbann, ist ein Mittel auf Plattformen wie Instagram und Twitter, aber auch WeChat und Reddit, um die Reichweite von Beiträgen einzuschränken oder sie ganz zu verstecken ohne dass der Nutzer oder die Nutzerin das direkt mitbekommt. Dabei ist nicht der komplette Account betroffen oder gesperrt, aber der entsprechende Post wird nur noch den eigenen Followern angezeigt.

In der Regel sind Posts davon betroffen, die nicht mit den Guidelines der Plattformen kompatibel sind, also beispielsweise problematische Inhalte haben. Darüber hinaus können auch verdächtige Aktivitäten zu einem Shadowban führen. Unter anderem dann, wenn man Bots einsetzt oder Likes kauft – mit anderen Worten mehr Aktivitäten an den Tag legt als Instagram zulässt beziehungsweise als eine echte Person leisten kann.

Was tun bei einem Shadowban?

Bemerkt werden kann der Shadowban entsprechend nur anhand von Indizien wie beispielsweise weniger Likes als gewöhnlich oder wenn der Beitrag kaum geteilt wird. Bei Instagram kann man den Bann beispielsweise dadurch entdecken, indem man sich einen zweiten Account anlegt oder jemanden um Hilfe fragt, der einem nicht folgt. Dann sucht man über diese Accounts via Hashtags nach den eigenen Posts. Werden sie nicht angezeigt, ist man wahrscheinlich von einem Shadowban betroffen.

Stellt sich heraus, dass dem so ist, kann man nicht direkt etwas dagegen unternehmen. Mitunter hilft es, Beschwerde einzulegen. Ansonsten sollte, wie so oft, die Zeit alles richten, denn der Bann wird in der Regel spätestens nach zwei Wochen wieder aufgehoben. Allerdings sollte man sich fragen, woran es lag und ob man in Zukunft seine Aktivitäten und Inhalte anpassen sollte. (tl)