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2021

Roboter und Pandemie: der Einsatz nichtinfektiöser Helfer

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22.06.2021

Serviceroboter sind seit einer Weile schon im Gespräch, durch die Pandemie kam ihre Stunde jedoch schneller als gedacht. Vor allem in der Pflege werden die elektronischen Helfer derzeit eingesetzt und erfreuen sich sowohl bei Personal als auch bei Patienten einer wachsenden Beliebtheit. Sie übernehmen einfache Aufgaben ohne dabei ein Infektionsrisiko zu tragen.

Roboter könnten den Personalnotstand im Pflegebereich zum Teil auffangen – insbesondere, wenn sie in Zukunft zu komplexeren Aufgaben in der Lage sind.

Erste einfache Aufgaben für Roboter

Diverse Einrichtungen in Deutschland arbeiten in der Pandemie mit Servicerobotern – so beispielsweise ein Altenheim im Landkreis Böblingen. Der Roboter leitet die Bewohner morgens zur Gymnastik an, nach anfänglicher Skepsis gewöhnten sie sich immer mehr an den Helfer namens Pepper. Aber auch für Transport, Reinigung und Sicherheit eignet er sich. Neben Pflegeeinrichtungen sind Hotels ein weiteres Einsatzgebiet für Serviceroboter.

Darüber hinaus sind Roboter schon jetzt sensibel genug, um Corona-Testabstriche durchzuführen und somit ebenfalls das Infektionsrisiko zu senken. Ein weiterer Vorteil ist die garantierte Qualität der Abstriche.

Entwicklung von komplexeren Robotern

Das Fraunhofer Institut arbeitet an Roboterlösungen, die unter anderem dazu fähig sind, Gebäude und Verkehrsmittel zu reinigen und zu desinfizieren sowie Material zu transportieren. Sie werden dazu mit verschiedenen Werkzeugen ausgestattet, die Wischen und Sprühen ermöglichen sowie auch die Behandlung durch UV-Licht.

Um zu verhindern, dass die Roboter durch manuelle Reinigung doch einer Kontamination ausgesetzt werden, statten die Entwickler sie mit einer Funktion zur Selbstreinigung aus.

Eine Wahrnehmungsfunktion soll dafür sorgen, dass die Roboter sich selbständig in ihrer Umgebung zurecht finden und auch die unterschiedlichen Oberflächen identifizieren können. Auf diese Weise können sie zur passenden Reinigungsmethode greifen. Ziel ist, dass die Roboter die Reinigungsabläufe selbständig planen.

Verbindungsstelle von Patienten und Angehörigen

Letztendlich können die Roboter für die Pflegebedürftigen auch den Kontakt und die Interaktion mit den Angehörigen aufrecht erhalten. Hierzu werden sie mit Kamera und Bildschirm ausgestattet. Auf diese Weise müssen sich die Patienten und Bewohner nicht selbst mit Technik zur Kommunikation auseinandersetzen. (tl)