30
JAN
2020

Grünes Licht: Ampelvernetzung von Audi für Düsseldorf

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30.01.2020

Audi-Fahrer haben es ab Ende Januar in Düsseldorf leichter – zumindest was die Ampelphasen angeht. Nach Ingolstadt vernetzt Audi nun auch hier bis zum Frühsommer die Fahrzeuge mit 450 von zirka 600 Ampeln in der Stadt. Damit soll das Fahren stressfreier und effizienter werden.

Wer gern auf der „Grünen Welle“ surft, hat mit dem Ampelinformationssystem noch bessere Chancen.

Kein Stress mehr mit Ampelphasen

Bereits Ende Januar können Audi-Fahrer Informationen über 150 Düsseldorfer Ampeln in ihrem Cockpit sehen, ein knappes halbes Jahr später soll die Vernetzung dann abgeschlossen sein. Das Paket besteht aus zwei Komponenten: „Green Light Optimized Speed Advisory“ (GLOSA) and „Time-to-Green“.

GLOSA errechnet das optimale Tempolimit, das gehalten werden muss, um die nächste Grünphase zu erreichen. Unter anderem kann die Funktion auch vorschlagen, die Geschwindigkeit ab einer bestimmten Entfernung vor der Ampel zu drosseln, um pünktlich zur Grünphase anzukommen. Somit wird spritfressendes unnötiges Halten und wieder Anfahren vermieden. Tatsächlich konnte Audi in einer Testphase 15 Prozent des Spritverbrauchs mit seinem System reduzieren. Kann die Grünphase nicht mehr erreicht werden, greift „Time-to-Green“. Es zählt an der roten Ampel die Sekunden bis zur nächsten Grünphase herunter.

Algorithmus bringt Vorteile für Fahrer und Stadt

Eine Herausforderung für Audi ist bei diesem Projekt vor allem die exakte Vorhersage des Ampelverhaltens. Das wird umso schwieriger, da Ampeln nicht immer denselben Intervallen folgen, sondern sich ans Verkehrsaufkommen anpassen. Daher hat sich der Auto-Hersteller den Technik-Partner Traffic Technology Services (TTS) ins Boot geholt und mit seiner Hilfe einen Algorithmus entwickelt. Die Daten hierfür kommen unter anderem aus dem Steuerprogramm der Ampel, Bus-Anmeldungen und historischen Daten. Darüber hinaus ist der Algorithmus lernfähig und passt sich dem Verkehrsaufkommen von verschiedenen Tageszeiten an.

Neben den Fahrern profitiert allerdings auch die Stadt von dem Projekt. Die Messwerte werden den Städten zur Verfügung gestellt, um die Ampelphasen noch effizienter an den Verkehr anzupassen und ihn besser fließen zu lassen.

Derzeit funktioniert das System mit ab Mitte Juli 2019 produzierten Audis der Linie e-tron sowie den Modellen A4, A6, A7, Q3, Q7 und Q8. (tl)