24
AUG
2018

Für mehr Digitalisierung – Merkel setzt Digitalrat ein

by :
comment : 0

24.08.2018

Deutschland kommt mit der Digitalisierung alleine nicht zu Rande. So weit nichts Neues. Doch nun soll ein Digitalrat Abhilfe schaffen, der aus diversen Praxisexperten besteht und der Regierung Dampf machen soll. Was dabei rauskommt, bleibt abzuwarten.

Zehn nationale und internationale Leute sollen Merkel und Co. helfen, Deutschland endlich auf den digitalen Pfad zu bringen.

Mitglieder und Themen für den Fortschritt

Kopf des Ganzen ist die Unternehmensberaterin Katrin Suder, die den Vorsitz des letzten Mittwoch eingesetzten Gremiums hat. Unterstützt wird sie unter anderem vom Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT am Fraunhofer-Fokus-Institut Peter Parycek sowie der Rektorin der Fern-Uni Hagen Ada Pellert. Aus der Schweiz gibt es Experteninput von Urs Gasser, Direktor des Berkman Klein Center for Internet and Society in Harvard und auch die ehemalige Direktorin der Open-Government-Initiative im Weißen Haus, Beth Simone Noveck, ist dabei.

Vor allem Themen, bei denen Deutschland arg hinterherhinkt, will man angehen. Dazu zählen KI sowie Digitalisierung von Schulen und Verwaltungen. Eben praxisnah soll das Ganze sein und so umgesetzt werden, dass alle inklusive der Bürger was davon haben. Deutschland hat hier zwar noch einen weiten Weg vor sich, aber bereits hehre Ziele: „AI made in Germany“ soll ein weltweites Gütezeichen werden. Groß gedacht dafür, dass zuvor auch schon andere Digitalisierungsmaßnahmen im Sande verlaufen sind.

Erfolg oder Aktionismus?

Zwei Mal jährlich mindestens will man sich treffen – mit der Kanzlerin – und ansonsten dürfte es dank der Digitalisierung ja auch während des übrigen Jahres kein Problem sein, sich auszutauschen.

Kritiker stellen zu Recht die Frage, ob der ehrenamtlich arbeitende Rat wirklich so „unbequeme Fragen“ hervorbringt. Und selbst wenn: Wird es auch die Mittel geben, die Ergebnisse umzusetzen? Zumindest ist so ein Digitalrat schon mal ein Schritt in irgendeine Richtung und ein Blick von außen hat ja bekanntlich noch nie geschadet. (tl)