25
JAN
2018

Facebook Newsfeed: Nachrichtenbewertung durch Nutzer

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25.01.2018

Facebook bastelt unermüdlich am Newsfeed. Aktuell geht es mal wieder um die Nachrichtenqualität und -quantität. Es sollen nicht nur höherwertigere Beiträge erscheinen, sondern es soll auch mehr Interaktion bei Privatposts entstehen.

Das Netzwerk will sich nicht länger zum alleinigen Richter über gute und schlechte Nachrichten machen und so für mehr Objektivität sorgen.

Bevorzugung vertrauenswürdiger Quellen

Seitdem vor einiger Zeit ordentlich Fakenews kursierten, hat Facebook entsprechende Geschütze aufgefahren: Zusammen mit Medienexperten sollten problematische Beiträge als solche gekennzeichnet und die Nutzer gewarnt werden. Jetzt will Facebook die Bewertung von Nachrichten auf die Nutzer ausweiten.

Dabei werden den Nutzern zwei Fragen gestellt. Zum einen, ob sie die jeweilige Quelle kennen und zum anderen, ob sie ihr vertrauen. Damit soll unter anderem differenziert werden zwischen den Medien, denen nur ihre eigenen Leser vertrauen und denen, die von der gesamten Gesellschaft für glaubwürdig gehalten werden, selbst wenn nicht jeder sie regelmäßig konsumiert. Allerdings sollen die Angaben zur Vertrauenswürdigkeit nur dann berücksichtigt werden, wenn die Nutzer die Quelle kennen – oder das zumindest so angeben.

Je nach Ergebnis sollen die positiv bewerteten Medien dann im Newsfeed bevorzugt werden, wobei Facebook ausdrücklich betont, dass unbekannteren Medien dadurch kein Nachteil entstehen soll. Insgesamt sollen weniger Nachrichten im Newsfeed angezeigt werden. Die Quote wird von fünf auf vier Prozent fallen – dafür stimmt dann die Qualität.

Mehr Interaktion durch private Posts

Ein weiterer Grund dafür, dass Facebook die Quote der Nachrichten senkt, ist die Interaktionsförderung durch entsprechende Beiträge. Posts privater Natur sorgen für eine höhere Interaktion, weswegen Facebook diese in Zukunft bevorzugen will. Anstatt passiv zu konsumieren sollen die Nutzer sich aktiv an Diskussionen beteiligen.

Das Ganze wird in den nächsten Wochen zunächst in den USA durch ausgewählte Nutzer getestet werden, bevor die Neuerung international ausgeweitet wird. (tl)