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Digitalisierung der Brief-Kommunikation und die Deutsche Post

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20.10.2020

Corona ist die Zugmaschine der Digitalisierung – immer mehr analoge Prozesse werden in Frage gestellt und das Arbeiten von überall wird in immer mehr Unternehmen akzeptiert. Logisch, dass davon auch die Kommunikation beziehungsweise die Briefpost betroffen ist. Unternehmen wollen nun auch hier vermehrt auf digital umstellen. Die Post sieht ihre Felle schwimmen.

Laut Bitkom-Umfrage wird es in Zukunft immer weniger papierne Briefpost geben. Insbesondere Unternehmen wollen darauf verzichten.

Unternehmen setzen auf digitale Post

Für seine Studie befragte der Bitkom-Verein im Mai und Juni 1104 Unternehmen aus allen möglichen Branchen. 86 Prozent gaben an, ihre Post auf digital umstellen zu wollen – das ist das Doppelte im Vergleich zum Jahr 2018, wo noch 43 Prozent dazu bereit waren. Und zwar nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt: Zwei Drittel der Unternehmen sind bereits erfolgreich dabei, die Papierangelegenheit ad acta zu legen.

Doch auch die persönliche Kommunikation wird mehr und mehr durch digitale Wege ersetzt: Statt Geschäftsreisen gibt es mehr Telefonate und Videokonferenzen – hier sind es schon 6 von 10 Unternehmen.

Die Deutsche Post und der Digitalzug

Mehr Digitalisierung heißt auch für die Deutsche Post mehr Digitalisierung. 87 Prozent ihres Briefgeschäfts wurden durch Unternehmen bestritten – eine Zahl, die von nun an deutlich sinken dürfte.

Aus diesem Grund bietet die Deutsche Post nun spektakuläre digitale Services an, die ganz am Puls der Zeit sind. Wie etwa die Briefankündigung, die einen per E-Mail vorab darüber informiert, mit welchem Brief man es bald zu tun bekommt – geht allerdings nur bei bestimmten E-Mail-Providern.

Oder die digitale Briefzustellung, mit der Unternehmen ganz einfach und unkompliziert virtuelle oder auch papierne Korrespondenz an die Post übermitteln. Diese scannt das Ganze dann unter hoher Wahrung der Privatsphäre beziehungsweise leitet die elektronische Post weiter und stellt sie dem Empfänger in sein elektronisches Postfach, auch genannt E-Mail-Eingang, zu. Das könnte sich durchsetzen: Briefe in digitaler Form von Sender zu Empfänger übermitteln, möglicherweise eines Tages gar ohne Umwege und Extrakosten. (tl)