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FEB
2022

Digital-Studie: Deutschlands Index steigt

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24.02.2022

Der Digitalisierungsgrad in Deutschland klettert weiterhin nach oben, gleichzeitig gibt es aber bereits einige Digitalisierungsmüde. Das ergab das Lagebild der digitalen Gesellschaft 21/22 von der Initiative D21. Deutschland erreichte 63 von 100 Punkten im Digital-Index – drei mehr als im Vorjahr.

91 Prozent der Deutschen waren im letzten Jahr online – drei Prozent mehr als im Jahr davor.

Anteil der Nonliner sinkt

Über 18.000 Teilnehmer sind für die repräsentative Studie befragt worden. 6,3 Millionen Deutsche sind demnach immer noch offline, wobei 76 Prozent von ihnen eine niedrige Bildung haben, 70 Prozent sind weiblich. 31 Prozent wollen bewusst häufiger offline bleiben. Unter anderem bezüglich des Nutzungsverhaltens und der Kompetenz gab es allerdings einen Anstieg. Einen leichten Abfall gab es bei der Offenheit für digitale Themen von 52 auf 51 Punkte.

Die steigende Anzahl derer, die digital mithält, bedeutet allerdings auch gleichzeitig, dass die anderen weiter zurückbleiben. Formal niedrig Gebildete und nicht Berufstätige machen hingegen bei der Digitalkompetenz den größten Zuwachs aus.

Digitalisierungsdruck steigt

Allerdings steigt auch die Zahl derer, die unter einem zunehmenden Digitalisierungsdruck leiden. 27 Prozent haben ständig das Gefühl, mit den Entwicklungen Schritt halten zu müssen, wobei der Anteil der Berufstätigen hier um 11 Prozentpunkte höher liegt als bei Nichtberufstätigen (20 Prozent). Teilzeitkräfte fühlen sich sogar zu 35 Prozent betroffen.

Nutzung Sozialer Medien

Dagegen glauben 59 Prozent, dass sie persönlich vom Internet profitieren und 82 Prozent sind mittlerweile mobil im Internet. 82 Prozent nutzen außerdem mindestens ein soziales Netzwerk, im Durchschnitt sind es drei Netzwerke pro Nutzer, wobei WhatsApp ganz vorn liegt (76 Prozent), gefolgt von YouTube (49 Prozent) und Facebook (45 Prozent). Allerdings äußerte auch ein gutes Viertel die Befürchtung, dass sich soziale Netzwerke beziehungsweise die Vernetzung destabilisierend auf die Demokratie auswirken könnte.

Knapp ein Drittel arbeitet seit der Pandemie mobil oder von zu Hause aus, allerdings gibt es bei Ausstattung und Sicherheitsstandards diesbezüglich nach wie vor kaum eine Einheitlichkeit. (tl)