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MAI
2017

Bitcoins – das ewige Auf und Ab

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31.05.2017

Der Bitcoin macht wieder von sich reden – nachdem die umstrittene Kryptowährung in diesem Monat das Rekordhoch von weit über 2000 Dollar erreicht hatte, gab es einen massiven Crash. Kritiker glauben gerade wegen dieser Instabilität nicht an eine Zukunft des Bitcoin, während andere einen weiteren Anstieg erwarten.

Auch weltweit ist die Begeisterung für den Bitcoin nicht einheitlich – in den USA und Europa spielt er als Zahlungsmittel kaum eine Rolle, boomt dafür aber vor allem in China.

Warnung vor unberechenbaren Kursschwankungen

Gerade in der Tatsache, dass der Bitcoin kein gängiges Zahlungsmittel ist, sehen Kritiker die extremen Kursschwankungen begründet. Der Wert wurde unter anderem durch steigendes Interesse neuer Nutzer sowie den Wunsch, Bitcoins zu Geld zu machen, so hoch getrieben. Derzeit befindet er sich daher in einer spekulativen Übertreibung. Gleichzeitig besitzt der Bitcoin keinen intrinsischen Wert wie echtes Geld, sodass sich kein eindeutiger Kurs bestimmen lässt. Das macht es schwierig, ihn langfristig als Zahlungsmittel einzusetzen oder mit ihm zu spekulieren.

In Deutschland warnt neben Finanzexperten auch die Bundesbank vor den Schwankungen und Investitionen in den Bitcoin. Diese sieht ihn überhaupt nicht als Währung, sondern als reines Spekulationsobjekt und sagt einen baldigen erheblichen Absturz nach dem Höhenflug voraus.

Die andere Seite der Medaille

Dem gegenüber stehen die Befürworter des Bitcoins, die in der Währung vor allem den Vorteil sehen, dass sie nicht vom Bankensystem abhängig ist, es keine staatliche Kontrolle gibt und Transaktionen vermeintlich anonym vorgenommen werden können. Für sie bedeutet der jüngste Crash nicht das Ende der Wertentwicklung.

Darüber hinaus ist der Bitcoin einfacher zu handhaben als echte Währung, denn hierbei gibt es keine bürokratischen Restriktionen. Lagerkosten fallen im Vergleich zu beispielsweise Gold nicht an und es gibt keine natürliche Ressourcenknappheit. Allerdings werden derzeit Bitcoin-Fonds diskutiert, die dazu führen können, dass die Währung letztendlich doch reguliert wird. (tl)