03
AUG
2018

Bewerbung digital – neue Möglichkeiten und alte Muster

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03.08.2018

Das Zeitalter der traditionellen Papierbewerbung nähert sich dem Ende. Dafür gibt es elektronisch so einige Wege, um beim potenziellen neuen Arbeitgeber Eindruck zu machen. Doch nicht in allen Branchen sind diese Möglichkeiten gefragt, darüber hinaus bringen digitale Bewerbungen neue Herausforderungen mit sich.

Wer sich bewerben will, sollte sich im Vorhinein damit auseinandersetzen, ob eine hippe Videobewerbung beim konservativen Arbeitgeber angebracht ist.

Anschreiben ade

Aus der Masse rausstechen 2.0 – digitale und Online-Bewerbungen eröffnen neue kreative Chancen. Nicht nur von Bewerberseite aus ist das lästige Standardanschreiben mehr Pflicht als alles andere. Auch Unternehmen können damit immer weniger anfangen – zumal dann, wenn das Schreiben von den Eltern formuliert oder gleich aus dem Internet kopiert wurde.

Sogar Traditionsunternehmen wie die Deutsche Bahn verzichten mittlerweile auf das Anschreiben, um es den Bewerbern leichter zu machen. Ohnehin lesen die meisten Personalchefs zuerst den Lebenslauf und nur wenn der überzeugt, sehen sie sich den Rest genauer an.

Kurz und schmerzlos: Bewerbung per Whatsapp

Ersetzt werden kann das Anschreiben in vielen Fällen durch E-Mails, Whatsapp-Nachrichten oder Bewerbungsvideos. E-Mails sind weniger formal als Papieranschreiben, was den Kandidaten viel Aufwand erspart. Gleichzeitig können Unternehmen Bewerberinformationen leichter elektronisch speichern und mit denen anderer Bewerber vergleichen.

Selbst Whatsapp-Nachrichten werden von einigen Firmen akzeptiert, darunter beispielsweise Handwerksunternehmen oder Personalfirmen. Für den Bewerber ist das die denkbar unaufwendigste Alternative, die Unternehmen hingegen haben die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Name, Alter, Stellengesuch. Wenn alles passt, werden weitere Informationen angefordert.

Kreativ und persönlich: Video-Bewerbungen

Eine weitere Bewerbungsform, die immer beliebter wird, ist die Video-Bewerbung. Sie ist fast schon als Kür beziehungsweise höchste Disziplin anzusehen, denn hier kann viel schiefgehen. Zunächst sollte man nicht wahllos ungeachtet der Branche diesen Weg wählen, denn bei Banken oder Versicherungen kann das nach hinten losgehen.

Darüber hinaus sollte man es gewohnt sein, vor der Kamera locker zu sprechen oder es zumindest geübt haben. Denn wer verkrampft und befangen rüber kommt, hat direkt schlechte Karten. Darüber hinaus muss aber auch die Technik stimmen: Ton, Beleuchtung und Kulisse sind ebenfalls Bestandteile, die professionell sein müssen. Auch ersetzt ein Video nicht die ganze Bewerbung. Relevante Stationen im Leben und Fähigkeiten müssen dennoch schriftlich vorliegen. (tl)